Planungsleistungen Brandschutzmaßnahmen U35 Bf. Waldring
awardedStadt Bochum, Referat Zentrale Vergabestelle
Read the notice at vergabe-de ↗
Description
Gemäß BOStrab und TR-Strab Brandschutz ist für unterirdische Bahnhöfe ein entsprechender brandschutztechnischer Nachweis zu führen. Für den U-Bahnhof Waldring (U35) wurde hierzu eine computergestützte Brandsimulation unter Berücksichtigung verschiedener Brandszenarien und der tatsächlich ermittelten Personenströme durchgeführt. Die Simulation zeigt, dass die Verteilerebene im derzeitigen baulichen Zustand nicht während des gesamten Räumungsvorgangs mit der erforderlichen Sicherheit als Rettungsweg genutzt werden kann. Die Feuerwehr bewertet die Situation als erhebliche Gefährdung von Leben und Gesundheit und fordert daher eine zeitnahe Prüfung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Zur kurzfristigen Verbesserung des Sicherheitsniveaus sind im ersten Bauabschnitt die Einhausung der Verteilerebene durch geschlossene Glasfassaden an beiden Galeriekanten sowie eine ergänzende Rauchschürze vorgesehen. Dadurch soll die Verteilerebene gegenüber der Bahnsteighalle rauchschutztechnisch abgetrennt. Der zweite Bauabschnitt als Teil der langfristigen Maßnahmen umfasst die weiterführende Einhausung der von der Verteilerebene zur Fahrebene führenden Treppenanlage mit Glasfassaden. Ergänzend ist im Bereich der Fahrebene eine Entrauchungsöffnung herzustellen, die über einen entsprechenden Schacht beziehungsweise eine bauliche Verbindung bis zur Oberfläche geführt wird. Gegenstand der vorliegenden Beauftragung ist die Erbringung von Planungsleistungen für die kurzfristigen Maßnahmen der Tragwerksplanung sowie der Objektplanung Gebäude und Innenräume nach HOAI. Der unmittelbare Planungs- und Beauftragungsgegenstand betrifft die vollständige Einhausung der Verteilerebene im ersten Bauabschnitt. Die Planung des ersten Bauabschnitts muss jedoch bereits die konstruktiven, räumlichen und brandschutztechnischen Anforderungen des zweiten Bauabschnitts berücksichtigen. Insbesondere sind die später vorgesehene Einhausung der Treppenanlage bis zur Fahrebene und die Entrauchungsöffnung von der Fahrebene bis zur Oberfläche bei der Festlegung der Anschlüsse, Tragkonstruktionen und Schnittstellen zu beachten. Dadurch sollen Fehlplanungen, Doppelinvestitionen, spätere Anpassungen und vermeidbare Rückbauarbeiten verhindert werden.
Key facts
- Reference
- StBo_ZVS1_2026_00493_VhV_66
- Procedure
- limited
- Lots
- 1
- Contact
- AWiezoreck@bochum.de+49 2349103359
- Regime
- publicSector
Awarded suppliers
- Pühl und Becker · DEA13, DE
Supplier location as published: Essen, DEA13, 45127, DE
Ground given for limiting competition
The buyer’s own stated reason for awarding without open competition, as published. Their assertion, not a finding.
Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Grundsätzlich gelten für die Vergabe von Ingenieurleistungen die §§ 73 bis 80 VgV. Aufgrund der besonderen Umstände der vorliegenden Maßnahme sind jedoch die Voraussetzungen für die Durchführung eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 3 VgV erfüllt. Nach § 14 Abs. 4 Nr. 3 VgV ist ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb zulässig, "wenn äußerst dringliche, zwingende Gründe im Zusammenhang mit Ereignissen, die der betreffende öffentliche Auftraggeber nicht voraussehen konnte, es nicht zulassen, die Mindestfristen einzuhalten, die für das offene und das nicht offene Verfahren sowie für das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vorgeschrieben sind; die Umstände zur Begründung der äußersten Dringlichkeit dürfen dem öffentlichen Auftraggeber nicht zuzurechnen sein." Gem. BOStrab u. TR-Strab Brandschutz ist für unterirdische Bahnhöfe ein entsprechender brandschutztechnischer Nachweis zu führen. Für den U-Bhf Waldring (U35) wurde hierzu eine computergestützte Brandsimulation unter Berücksichtigung verschiedener Brandszenarien und der tatsächlich ermittelten Personenströme durchgeführt. Die Simulation zeigt, dass die Verteilerebene im derzeitigen baulichen Zustand nicht während des gesamten Räumungsvorgangs m. d. erforderlichen Sicherheit als Rettungsweg genutzt werden kann. Die Feuerwehr (FW) bewertet die Situation als erhebliche Gefährdung von Leben und Gesundheit und fordert daher eine zeitnahe Prüfung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Zur kurzfristigen Verbesserung des Sicherheitsniveaus sind im 1. Bauabschnitt (BA) die Einhausung der Verteilerebene durch geschlossene Glasfassaden an beiden Galeriekanten sowie eine ergänzende Rauchschürze vorgesehen. Dadurch soll die Verteilerebene gegenüber der Bahnsteighalle rauchschutztechnisch abgetrennt. Der zweite BA als Teil der langfristigen Maßnahmen umfasst die weiterführende Einhausung der von der Verteilerebene zur Fahrebene führenden Treppenanlage mit Glasfassaden. Ergänzend ist im Bereich der Fahrebene eine Entrauchungsöffnung herzustellen, die über einen entsprechenden Schacht beziehungsweise eine bauliche Verbindung bis zur Oberfläche geführt wird. Gegenstand der vorliegenden Beauftragung ist die Erbringung von Planungsleistungen für die kurzfristigen Maßnahmen der Tragwerksplanung sowie der Objektplanung Gebäude und Innenräume nach HOAI. Der unmittelbare Planungs- und Beauftragungsgegenstand betrifft die vollständige Einhausung der Verteilerebene im 1. BA. Die Planung des 1. BAs muss jedoch bereits die konstruktiven, räumlichen und brandschutztechnischen Anforderungen des zweiten BAs berücksichtigen. Insbesondere sind die später vorgesehene Einhausung der Treppenanlage bis zur Fahrebene und die Entrauchungsöffnung von der Fahrebene bis zur Oberfläche bei der Festlegung der Anschlüsse, Tragkonstruktionen und Schnittstellen zu beachten. Dadurch sollen Fehlplanungen, Doppelinvestitionen, spätere Anpassungen und vermeidbare Rückbauarbeiten verhindert werden. Diese Voraussetzungen werden für die vorliegenden Planungsleistungen wie folgt begründet: Die eingeschränkte Selbstrettungsmöglichkeit wurde erst durch das von einem Brandschutzsachverständigen erstellte Simulationsgutachten bekannt und war für den Auftraggeber zuvor nicht erkennbar. Erst die Brandsimulation konnten die Auswirkungen des vorhandenen baulichen Zustands auf die Rauchentwicklung und die Selbstrettung unter Berücksichtigung der tatsächlich ermittelten Personenströme konkret beurteilt werden. Die FW Bochum bewertet die festgestellte Situation als erhebliche Gefährdung von Leben und Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer des U-Bahnhofs. Die vorgesehenen kurzfristigen Brandschutzmaßnahmen wurden der FW vorgestellt und mit dieser einvernehmlich abgestimmt. Daraus ergibt sich die Dringlichkeit und Notwendigkeit, die erforderliche Planung und anschließende bauliche Umsetzung mit hoher Priorität voranzutreiben. Im Rahmen der Abstimmungen mit der FW Bochum und der BOGESTRA wurde festgelegt, dass die Planung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen aufgrund der festgestellten Gefährdung mit hoher Priorität voranzutreiben ist und spätestens bis Ende 2026 vorliegen soll. Eine Verzögerung der Planung würde unmittelbar zu einer entsprechenden Verzögerung der baulichen Umsetzung führen. Ein reguläres Vergabeverfahren mit den hierfür einzuhaltenden Mindestfristen würde daher den Beginn der zwingend erforderlichen Planungsleistungen und in der Folge die bauliche Umsetzung der sicherheitsrelevanten Maßnahmen erheblich verzögern. Angesichts des festgestellten Sicherheitsdefizits, der Gefährdung von Leben und Gesundheit ist eine zusätzliche Verzögerung nicht vertretbar. Die Objekt- und Tragwerksplanungsleistungen sollen an das Büro PÜHL UND BECKER Beratende Ingenieure PartmbB aus Essen vergeben werden. Die Entscheidung für dieses Ingenieurbüro stützt sich auf vorhandene Fach- und Eignungskriterien, unter Anderem: Das Büro verfügt über umfangreiche Erfahrung aus Projekten für die Ruhrbahn GmbH in Essen und ist mit den betriebl. sowie sicherheitstechn. Anforderungen eines Stadtbahnnetzes vertraut. Es verfügt über Erfahrung bei Baumaßnahmen im unmittelbaren Bereich des Fahrdrahts sowie im Umgang mit den damit verbundenen besonderen Sicherheits- und Abstandsanforderungen. Das Büro kann die Objekt- und Tragwerksplanung koordiniert aus einer Hand und zeitnah erbringen; es ist aktuell mit der Planung zur Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen am Bf. Oskar-Hoffmann-Str. beauftragt und leistet dort zuverlässige Arbeit. Die Kombination aus Orts- und Systemkenntnis, der eingespielten Zusammenarbeit mit dem Brandschutzsachverständigen sowie der einschlägigen Erfahrung mit Fahrdrahtbereichen und Glaseinhausungen begründet die besondere Eignung des Büros, die erforderlichen Maßnahmen fachlich fundiert und ohne Verzögerungen zu planen. Wegen der gegebenen Dringlichkeit wurde auf eine Ex-ante-Bekanntmachung gemäß § 37 Abs. 5 VgV i.V.m. § 135 Abs. 3 GWB verzichtet.
What a subscription adds to this notice
- The documents — every attachment, with its text extracted and searchable
- Qualification — the notice scored against your company profile
- Tracking and alerts — a pipeline for your bids, and the matching notices by email
- The API and MCP — the same record in your own tools and your AI assistant
Provenance
- Source
- vergabe-de
- Notice id
- e1b05a89-8ec3-4eb7-a117-5e7d2c4c02b5
- OCID
- ocds-mnwr74-3d8244bd-0868-462a-ac78-16ee3862c796
- First seen
- 28 Oct 2026
- Last updated
- 28 Oct 2026
Licence CC0 1.0 public domain dedication ↗
Source: Bekanntmachungsservice (oeffentlichevergabe.de), Beschaffungsamt des BMI — CC0 1.0.
GET /api/v1/tenders/2a27b351-0657-45cf-af5c-e0a883bc82caThe source notice is authoritative — verify deadlines and documents there before bidding.