Germany – Architectural, engineering and planning services – Leistungen der Objektplanung Gebäude für den Neubau CAMPUS der Generationen in der Frobenstraße 27-29, 10783 Berlin Tempelhof-Schöneberg
openBezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin · 024:11-03090277-07
Description
Der Auftrag beinhaltet Architektenleistungen gemäß HOAI, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume. Beabsichtigt ist die stufenweise Vergabe der Leistungsphasen (LP) 2 bis 9 gemäß § 34 HOAI ganz oder teilweise einschließlich besonderer Leistungen. Mit Vertragsschluss werden die LP 1 bis 2 gemäß § 34 HOAI beauftragt. Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten nach DIN 276 von rund 14,479 Mio. € brutto vorgegeben. Die Kostenobergrenze darf nicht überschritten werden. Für die anrechenbaren Kosten werden die Kostengruppen 300 mit 8,43 Mio. € brutto und 400 mit 2,566 Mio. € brutto zugrunde gelegt. Auf dem Grundstück Frobenstraße 27–29 in Berlin-Schöneberg soll der „CAMPUS der Generationen“ als Haus des Gemeinwesens entstehen. Ziel ist die fachämter- und trägerübergreifende Bündelung sozialer, kultureller, beratender und gesundheitlicher Angebote zu einem niedrigschwelligen Ort für das Quartier. Das Grundstück umfasst zwei Flurstücke mit insgesamt ca. 3.395 m². Die bestehende „Villa Schöneberg“ aus den 1960er Jahren mit ca. 480 m² BGF wird vollständig zurückgebaut; schadstoffhaltige Bauteile sind fachgerecht zu entsorgen. Auf dem rückwärtigen Grundstücksteil befindet sich ein Spiel- und Bolzplatz, der in einer gesondert finanzierten, eng abzustimmenden Maßnahme neu hergestellt wird. Der Bestandsschutz ist während der Umsetzung zu berücksichtigen. Nach der Grundstücksneuordnung entsteht auf dem straßenseitigen, ca. 1.386 m² großen Grundstück des Jugendamtes ein Neubau mit ca. 2.611 m² BGF und ca. 1.632 m² Nutzfläche. Der Neubau soll ohne Untergeschoss errichtet und unter Berücksichtigung der Bauflucht an die fünfgeschossige Bebauung Frobenstraße 26 angeschlossen werden. Ziel ist eine städtebaulich überzeugende und wirtschaftliche Grundstücksausnutzung. Im Gebäude werden folgende Nutzungen zusammengeführt: • Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Villa Schöneberg“ (KJFE), • Erziehungs- und Familienberatung Pestalozzi-Fröbel-Haus (EFB), • Stadtteilkoordination Schöneberg Nord (STK), • Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark (NFZ), • Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD). Zusätzlich sind Räume für selbstverwaltete nachbarschaftliche Aktivitäten und Jugendgruppen vorzusehen. Der CAMPUS soll Begegnung ermöglichen und zugleich geschützte Räume für Beratung, Therapie, medizinische Angebote und Rückzug bieten. Eine zentrale planerische Herausforderung ist die sensible städtebauliche und soziale Einbindung. Der CAMPUS soll als geschützter und zugleich offener sozialer Anker funktionieren. Angesichts der besonderen sozialen Situation des Umfelds, insbesondere der offenen Drogen- und Prostitutionsszene, sind einladende und zugleich schützende Lösungen für Adressbildung und Eingang zu entwickeln. Offenheit und Teilhabe sind mit Sicherheit, Schutz und Privatsphäre in Einklang zu bringen. Die Erschließung ist nutzungsdifferenziert zu planen. Die zentrale, barrierefreie Haupterschließung dient insbesondere den Beratungs- und Gesundheitsangeboten. Für den Jugendclub ist eine eigenständige, diskrete Erschließung mit hoher Aufenthaltsqualität vorzusehen. Zusätzlich ist eine Zufahrt für die Pflege und Unterhaltung der Freiflächen bzw. des Spielplatzes mit mindestens 3,50 m Breite und 4,20 m Höhe zu berücksichtigen. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsprofile ist eine wirksame bau- und raumakustische Trennung erforderlich. Laute Nutzungen wie Bandräume, Werkstätten, Multifunktionsräume und Café sind von ruhebedürftigen Bereichen wie Therapie- und Beratungsräumen sowie den medizinischen Räumen des KJGD durch geeignete Zonierungen, Pufferbereiche, Schalldämmung und Entkopplung zu trennen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mehrfachnutzung. Der Multifunktionssaal, drei Gruppenräume, die Lehrküche und der PC-Raum sind dem Jugendclub zugeordnet, sollen jedoch zeitweise auch anderen Nutzungen zur Verfügung stehen. Sie sind flexibel und möglichst störungsfrei nutzbar zu gestalten. Der CAMPUS soll als klimagerechtes und ressourcenschonendes Vorbildprojekt geplant werden. Vorgesehen sind ein Nullemissionsgebäude, nachhaltige und kreislauffähige Baustoffe, Lowtech-Lösungen, nachhaltiges Wassermanagement sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Maßnahmen zum Artenschutz und Rückzugsorte für Tiere sind einzubeziehen. Die Planung erfordert eine enge Abstimmung mit den bezirklichen Fachämtern und weiteren Beteiligten. Mit dem Grünflächenamt ist ein abgestimmtes Konzept für Gebäude und Freianlagen einschließlich Spielplatzplanung, Regenwassermanagement, Rigolen und eines möglichen Erdsondenfeldes zu entwickeln. Die Baufeldfreimachung ist für 2028 vorgesehen. Schadstoffbelastungen in Boden und Grundwasser erfordern die frühzeitige Einbindung des Boden- und Gewässerschutzes. Mit dem Straßenamt ist die Anordnung von Fahrradstellplätzen im vorgelagerten Straßenland abzustimmen. Gegenstand der Vergabe ist die vollständige Planung des Neubaus einschließlich Gebäude, Freianlagen, Ingenieurbauwerken und erforderlicher Fachplanungen. Grundlage sind das geprüfte Bedarfsprogramm sowie das Raum- und Funktionsprogramm. Die Planung ist funktional, wirtschaftlich, nachhaltig und gestalterisch qualitätvoll zu entwickeln. Die Kosten sind laufend zu steuern. Die Ausstattung ist nicht Bestandteil der Maßnahme und wird durch die Bedarfsträger organisiert. Das geprüfte Bedarfsprogramm liegt seit Januar 2026 vor. Die Beauftragung ist bis Anfang April 2027 vorgesehen. Die Vorplanung soll bis Ende September 2027 abgeschlossen werden. Der Baubeginn ist für das 3. Quartal 2029, die Fertigstellung bis Ende des 2. Quartals 2031 vorgesehen. Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster IV 410.H F der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschließlich AVB (abrufbar unter: https://www.berlin.de/sen/sbw/service/rechtsvorschriften/bereich-bauen/anweisung-bau-abau/). Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.
Key facts
- Procedure
- neg-w-call
- Submit via
- https://my.vergabeplattform.berlin.de
- Contract period
- 8 Apr 2027 → 1 Jul 2031
- Regime
- publicSector
- Category
- services
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Provenance
- Source
- ted-eu
- Notice id
- 749585-2026
- First seen
- 29 Oct 2026
- Last updated
- 29 Oct 2026
Licence EU reuse — Commission Decision 2011/833/EU ↗
Source: TED — Tenders Electronic Daily (ted.europa.eu), © European Union, reused under Commission Decision 2011/833/EU.
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