Germany – Architectural, engineering and planning services – Leistungen der Verkehrsplanung und der klimaangepassten Umgestaltung des Modellprojekts Elbestraße in Neukölln
closedBezirksamt Neukölln von Berlin · 11-1383306000-53
Description
Der Auftrag beinhaltet verkehrsplanerische Leistungen entsprechen der Honorarordnung für Verkehrsplaner/innen und Ingenieur/innen (HOAI) § 47 Absatz 1. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen (LPH) 1 bis 9 gemäß § 47 HOAI ganz oder teilweise sowie besondere Leistungen zu vergeben. Mit Vertragsschluss werden zunächst die Leistungsphasen 1 bis 3 gemäß § 47 HOAI beauftragt. Die Elbestraße befindet sich in der Nähe des Rathauses Neukölln in einem dichtbesiedelten gründerzeitlichen Block mit weitgehend erhaltener typischer Blockrandbebauung und nur wenig vorhandener grüner Infrastruktur. Innerhalb dieses dichten Gefüges unterscheidet sich die Elbestraße im Wesentlichen von den anderen Nebenstraßen durch ihre repräsentative Breite von ca. 26 m und der markanten 4-reihigen Lindenallee. Die Gehwege befinden sich in einem desolaten Zustand. Querungsstellen werden zugeparkt. Die öffentliche Beleuchtung ist mit ihren veralteten Tragwerken mangelhaft. Die Situation ist insbesondere für Kinder und ältere Menschen verkehrsgefährdend. In der Straße liegt die Elbe-Grundschule. Derzeit wird das gesamte Regenwasser der Elbestraße in die Mischwasserkanalisation geleitet. Für rund 11.350 m² befestigter Flächen gibt es keine ortsnahe Rückführung von Regenwasser in den Wasserkreislauf. Bei Starkregen besteht die Gefahr, dass die Kanalisation überlastet wird und über die Mischwasserkanalisation ungereinigtes Abwasser in die Vorfluter u.a. in den Neuköllner Schifffahrtskanal gespült wird. Die Elbestraße wird in eine Vorrangstraße für den Fuß- und Radverkehr umgewandelt. Der Kfz-Verkehr wird auf die südöstliche Seite verlagert. Die nordwestliche Seite steht den Radfahrenden zur Verfügung. Die Mittelpromenade zwischen den Linden wird entsiegelt und in einen Bereich für Zufußgehende umgewandelt. Das Regenwasser versickert hier in seitlichen Grünstreifen. Es werden beidseitig neue Beleuchtungsanlagen, in einem Abstand von 25 bis 30m gestellt. Im Bereich der Grundschule wird ein Stadtplatz entstehen, der für Kfz gesperrt wird und den Kindern die Möglichkeit zum sicheren Verweilen gibt. An den Straßenkreuzungen werden sichere Querungen errichtet. Die gesamte Planung ist barrierefrei. Der Radverkehr auf der Sonnenallee zwischen Schönstedtstraße und Elbestraße soll zur sicheren Anbindung auf der Verkehrsinsel geführt werden. Das Ziel, den Abfluss zu reduzieren und gleichzeitig Verdunstung und Versickerung zu steigern, kann in der Elbestraße mit einem „blau-grünen Korridor“ erreicht werden. Dieser kann sowohl anfallendes Niederschlagswasser aufnehmen, als auch Stauden und Gräsern in Versickerungsbeeten ein Wuchsstandort bieten. Selbst bei Starkregen wird ein Großteil der anfallenden Niederschläge des Straßenraums zurückgehalten. Das Wasser steht dann der Versickerung und zur Grundwasserneubildung zur Verfügung. Die belebte Bodenzone von 20-30 cm gewährleistet, dass nicht nur quantitative Belange des Grundwasserschutzes berücksichtigt werden, sondern auch qualitative (stofflich). Um den Straßenquerschnitt optimal zu nutzen, sollen platzsparende Tiefbeete genutzt werden. Neben der Abkopplung der Straßenflächen von der Mischkanalisation kann die Entwässerung der Dachflächen der Elbe-Schule ebenfalls über die Tiefbeete erfolgen. Die Regenentwässerung wird leitungsbedingt auf der Nordwestseite umgesetzt (mit gleichzeitiger Bewässerung der Bäume). Es ist eine artenreiche und insektenfreundliche Bepflanzung vorgesehen. Die Lindenreihen werden durch Neupflanzungen von Bäumen ergänzt. Die Umgestaltung der Elbestraße hat das Potenzial, die verengten Verhältnisse in einem dichten urbanen Stadtraum aufzulockern und einen übersichtlichen und klar gegliederten urbanen Wohlfühlraum zu schaffen, der vielfältig nutzbar ist. Die markante Breite der Elbestraße und der wertvolle Baumbestand werden wieder sichtbar und erlebbar sowie die Standortbedingungen für die Bäume verbessert. Für die Planungsphase sind zwei Veranstaltungen mit Anwohnenden/Interessierten Bürger/innen vorgesehen. Die erste Veranstaltung umfasst nach der Präsentation der Varianten eine Diskussion. Bei der zweiten Veranstaltung werden nur die Ergebnisse präsentiert, was sie weniger intensiv in der Durchführung macht als die Erste. Die fachliche Auswertung und die Erstellung der Pläne erfolgen durch das Planungsbüro. Dieses ist auch für die fachliche Präsentation der Ergebnisse in einfacher Sprache und das Beantworten fachlicher Fragen verantwortlich. Die organisatorische Vorbereitung wird durch einen Dienstleister des Bezirksamts unterstützt. 2025: Start Erarbeitung LP 1 - 4, Abschluss und Prüfung BPU, Beteiligung 2026: LP 5 (Ausführungsplanung), Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung (LP 6 – 7) 2027 – 2028 Baumaßnahme LP 8 – 9 Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten nach DIN 276 in Höhe von rund 4 Mio. € brutto vorgegeben. Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster IV 410.H F der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschließlich AVB (abrufbar unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben). Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.
Key facts
- Procedure
- neg-w-call
- Submit via
- https://www.meinauftrag.rib.de
- Contract period
- 2 Dec 2024 → 29 Dec 2028
- Regime
- publicSector
- Category
- services
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Provenance
- Source
- ted-eu
- Notice id
- 554843-2024
- First seen
- 24 Aug 2026
- Last updated
- 28 Aug 2026
Licence EU reuse — Commission Decision 2011/833/EU ↗
Source: TED — Tenders Electronic Daily (ted.europa.eu), © European Union, reused under Commission Decision 2011/833/EU.
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