Germany – Construction project management services – Planung und Erschließung des RAW Areal Halle (Saale)
closedEntwicklungsgesellschaft Industriegebiet Halle-Saalkreis mbH & Co. KG
Description
Die Entwicklungsgesellschaft Industriegebiet Halle-Saalkreis mbH & Co KG (EgIG) ist ein Tochterunternehmen der Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis mbH, deren Geschäftsanteile vollständig von der Stadt Halle (Saale) gehalten werden und beabsichtigt die Planung und Erschließung des RAW Areal Halle (Saale).Das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) in Halle (Saale) wurde in den 1860er Jahren erbaut und bis in die frühen 1990er Jahre genutzt. Das Areal liegt südöstlich des Hauptbahnhofs Halle (Saale) und umfasst eine Gesamtfläche von etwa 20 Hektar, von denen rund 30.000 Quadratmeter (drei Hektar) mit denkmalgeschützten Industriehallen überbaut sind. Die Lage des Geländes ist aufgrund der kompletten Umfassung durch DB-Gleisanlagen inselartig isoliert. Seit der Stilllegung liegt das Areal brach. Trotz der schwierigen Ausgangssituation besteht aufgrund der Größe und der zentralen Lage sowie der unmittelbaren Nähe zur ICE-Schnellstrecke ein erhebliches Entwicklungspotenzial für das RAW-Areal. Mit Fördermitteln aus dem Programm "Sachsen-Anhalt Revier 2038" soll nun eine umfangreiche Revitalisierung ermöglicht werden. Ziel ist die Entwicklung eines urbanen, dichten und durchmischten Stadtquartiers im Sinne der europäischen Stadt. Der Schwerpunkt der zukünftigen Nutzung liegt auf der Entwicklung des Areals als Ort zum Forschen, Gründen und Arbeiten für rund 1.500 Menschen , insbesondere mit Fokus auf die IT-Branche und deren spezifische Infrastrukturanforderungen. Des Weiteren besteht die Überlegung einen kleinen Teil der Fläche zur Schaffung von innerstädtischem Wohnen auszuweisen (Grundsatzbeschluss der Stadt Halle/ Saale, Beschluss Nr. VII/2021/02818). Im Rahmen des Projektes soll das Areal baureif erschlossen werden. Dies bedeutet, dass Ansiedlungsflächen für spätere Investoren geschaffen werden sollen. Dazu soll das Gelände vollständig von Altlasten bereinigt werden. Zudem sollen die vorhandenen Gebäude auf dem Areal möglichst abgerissen werden, sofern dies denkmalschutzrechtlich möglich ist. Andernfalls sollen die zwingend zu erhaltenen Gebäude rudimentär gesichert werden. Um die Insellage des Geländes zu überwinden, soll das RAW-Areal im Rahmen des Projektes verkehrstechnisch über mehrere Brückenbauwerke und ein Tunnelbauwerk für Fußgänger, Radfahrer und den motorisierten Verkehr erschlossen werden. Auch soll auf dem Gelände eine Haupterschließungsstraße inklusive Rad- und Fußwegeanlagen errichtet werden. Zudem soll die Oberflächenentwässerung und die Abwasserentsorgung auf dem Areal im Rahmen des Projektes umgesetzt werden. Die weitere medientechnische Erschließung (Strom, Fernwärme, Trinkwasser) wird von den Versorgern in Eigenregie geplant und errichtet, ist allerdings im Rahmen des Planungs- und Bauablaufs umfangreich zu berücksichtigen. Die geplante Neuentwicklung des Geländes ist von hoher Komplexität und Langwierigkeit geprägt, da dem Planungs- und Bauprozess zahlreiche planungsrechtliche Verfahren vorangestellt werden müssen. Dazu gehört die Freistellung des Areals von eisenbahnbetrieblichen Zwecken nach § 23 AEG inklusive der dafür notwendigen Umverlegungen von bahnseitigen Anlagen und Leitungen, die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen (Planungswettbewerb, Bebauungsplanverfahren einschließlich Umweltprüfung und Artenschutzmaßnahmen) sowie die Aufstellung eines Sanierungsplanes nach § 13 Bundesbodenschutzgesetz. Der gesamte Planungsprozess muss in enger Abstimmung mit der Stadt Halle (Saale) erfolgen. Zudem sollen die Flächen auf dem Gelände von der Entwicklungsgesellschaft im Rahmen des Vorhabens erworben werden. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Projektsteuerungs- und Projektleitungsleistungen für die Planung und die Erschließung von Gewerbe- und Wohnbauflächen auf dem ehemaligen RAW-Areal in Anlehnung an AHO Heft 9 der Projektstufen 1 bis 5 in den Handlungsbereichen A bis E und darüber hinausgehende besondere Leistungen mit zeitlichen Überschneidungen in der Realisierung. Das Vorhaben soll im Zeitraum von 2025 bis 2033 realisiert werden. Für die Umsetzung stehen insgesamt 133 Mio. € netto (KG 100-700 DIN 276) zur Verfügung. Dieser Budgetrahmen gilt als Kostenobergrenze.Die Beauftragung der Projektmanagementleistungen erfolgt stufenweise und in Summe an einen Vertragspartner. Das für die Projketumsetzung erforderliche Fördermittelmanagement (Beschaffung, Bewirtschaftung, Abrechnung sowie Endverwendungsnachweiserstellung) ist durch den Auftragnehmer vollumfänglich zu übernehmen. Für das Gesamtvorhaben sollen die Unterlagen der ZBau beim Zuwendungsgeber, der Investitionsbank Sachsen-Anhalt für die zu steuerenden Leistungbilder nach HOAI bis Juni 2028 eingereicht werden (Erstellung Z-Bau Unterlagen und Einreichung IB und BLSA: Juni 2027 bis Juni 2028). Unmittelbar nach Auftragserteilung sind in Abstimmung mit dem Auftraggeber die notwendigen Leistungen in den vorläufigen Zeitplan zu integrieren. Hierbei sind mögliche Risiken zu bewerten, Abhängigkeiten zu berücksichtigen und Meilensteine zu definieren. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass zunächst die zusätzlichen besonderen Leistungen: 1. Begleitung Wettbewerbsverfahren 2. Begleitung Bauleitplanung/ Umweltplanung 3. Begleitung Freistellungsverfahren nach § 23 AEG 4. Begleitung Sanierungsplan nach § 13 Bundesbodenschutzgesetz beauftragt werden. (Fortsetzung Beschreibung der Beschaffung siehe Link: 02_Ergaenzende_verbindliche_Inhalte-zum_Bekanntmachungstext https://www.evergabe.de/unterlagen/54321-Tender-193d47a2260-3a38abd71ba5a68f)
Key facts
- Procedure
- neg-w-call
- Submit via
- https://www.evergabe.de
- Contact
- info@halle-investvision.de
- Contract period
- 2 May 2025 → 30 Dec 2033
- Regime
- publicSector
- Category
- services
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- ted-eu
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- First seen
- 25 Aug 2026
- Last updated
- 29 Aug 2026
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Source: TED — Tenders Electronic Daily (ted.europa.eu), © European Union, reused under Commission Decision 2011/833/EU.
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