Germany – Architectural, engineering and planning services – Betriebsorganisationsplanung
closedKlinikum St. Georg gGmbH · 23114400076
Description
Gegenstand des Verfahrens sind folgende Inhalte: 1. Erarbeitung einer strategischen Ziel- und Entwicklungsplanung: In der strategischen Ziel- und Entwicklungsplanung sind die optimalen funktionalen und räumlichen Zusammenhänge der verschiedenen Fachabteilungen und medizinischen Zentren für den gesamten Klinikstandort abzubilden. Die Vorgaben aus der initialen Masterplanung 2040 sind dabei zu verarbeiten. Die vorhandene IST-Struktur der Fachabteilungen ist zu analysieren und in abstrahierter Darstellungsform den jeweiligen Einzelgebäuden zuzuordnen. Die funktionalen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Fachabteilungen sind in einer Affinitätsmatrix darzustellen. Vorhandene Schwachstellen und Prozesshindernisse sind herauszuarbeiten und davon ausgehende Risiken zu bewerten. Aus der Analyse der IST-Struktur des Klinikums sind die Optimierungspotentiale abzuleiten, zu beschreiben und in eine SOLL-Struktur zu überführen. Ausgehend von dem anzustrebenden optimalen SOLL im Zusammenwirken der Fachabteilungen sind die notwendigen baulichen und organisatorischen Zwischenschritte zu definieren und zu erläutern. 2. Betriebsorganisationsplanung (BO-Planung) Mit der BO-Planung werden die verschiedenen Leistungsbereiche sowie Berufs- und Nutzergruppen im Klinikbetrieb koordiniert. Zur Systematisierung ist der Klinikbetrieb dabei in Einzelprozessen abzubilden. Ziel der BO-Planung ist es, diese Prozesse so zu gestalten, dass die Interessen von Patienten und Mitarbeitern sowie wirtschaftliche Gesichtspunkte effizient in Einklang gebracht werden. Die BO-Planung hat im Wesentlichen für das Einzelvorhaben "ZB2 - Neubau Internistisches Zentralgebäude" zu erfolgen. Andere Einzelbauvorhaben sind im Zuge der BO-Planung ZB2 im Sinne ihrer Schnittstellen und übergreifenden Strukturen zu verarbeiten. Das Bauvorhaben "ZB2 - Neubau Internistisches Zentralgebäude" befindet sich aktuell in der Ausführungsplanung und Bauausführung. Der Neubau wird am Standort bestehende Kliniken und Fachabteilungen zusammenführen. Die BO-Planung ist in folgende Themenschwerpunkte zu gliedern: - Prozessanalyse mit IST-SOLL-Vergleich - Prozessplanung SOLL mit Ablauf- sowie Aufbauorganisation - Bedarfsplanung - Nutzerbeteiligung über BO-Arbeitsgruppen - Begleitung der Bauplanung - Changemanagement mit Schulungen, Simulationen und Probebetrieb - Umzugsplanung 3. Logistikplanung Die Logistikplanung bildet einen Schwerpunkt-Prozess in der BO-Planung. Sie umfasst neben der globalen Ver- und Entsorgung des gesamten Klinikstandortes auch die Bereichslogistik der einzelnen Funktionsstellen inkl. der dafür benötigten Räume, Geräte und Lagerorganisation. Funktional werden Annahmestellen (Wirtschaftshof), Transportmittel und Lagerungen (Techniken, Umfang etc.) untersucht. Ziel ist eine wirtschaftliche effiziente Logistik mit einer hohen Steuerungs- und Informationstiefe. Die Analyse der bestehenden Logistikprozesse am Klinikum bildet die Grundlage für die weitere Planung. Die bestehenden Prozesse inklusive der dafür benötigten räumlichen und gerätetechnischen Infrastruktur sind zu erfassen und zu beschreiben. Vorhandene Schwachstellen und Prozesshindernisse sind herauszuarbeiten und zu bewerten. Aufbauend auf der strategischen Ziel- und Entwicklungsplanung für den Standort ist ein effizientes Logistikkonzept zu formulieren. Dabei ist auf konsequente Ressourcenschonung und wirtschaftlichen Materialeinsatz bzw. -verbrauch zu achten. Hierbei ist insbesondere die Problematik des Verfalls von Produkten durch übermäßige Einlagerung zu berücksichtigen. Die Etablierung eines automatisierten Warentransportsystems (AWT) sowie die Einführung von Modul-Schranksystemen sind fester Bestandteil der SOLL-Formulierung. Die automatisierte Erfassung von Entnahme und Bestückung ist für die verschiedenen Güterströme im Logistikkonzept zu beschreiben. Für die künftige räumliche und technische Infrastruktur ist eine Bedarfsplanung zu erarbeiten. Anhand der zu erfassenden Leistungs- und Stückzahlen sowie der mit den betriebsorganisatorischen Prozessen abzustimmenden Ver- und Entsorgungsintervallen werden Anliefer- und Abhol-, Verteil- sowie Lagerflächen definiert. Bei der Planung von Anliefer- und Abholpunkten sind Stell- und Bewegungsflächen für Material, Behälter sowie Fahrzeuge zu bemessen. Auch bei der Bedarfsplanung sind Ressourcenschonung sowie die Ausnutzung möglicher Synergieeffekte zwischen verschiedenen Prozessen zentraler Planungsgegenstand. Für die Aufgabe wird ein erfahrenes Planungsbüro gesucht, welches von der Planung des Gesamtstandortes bis hin zur Einzelraumplanung eine leistungsfähige Betriebsorganisationsplanung erarbeitet. Diese BO-Planung über Schulungen im reellen Arbeitsprozess etabliert und die Inbetriebnahme über eine Umzugsplanung vorbereitet und begleitet.
Key facts
- Procedure
- neg-w-call
- Regime
- publicSector
- Category
- services
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Provenance
- Source
- ted-eu
- Notice id
- 446521-2024
- First seen
- 24 Aug 2026
- Last updated
- 29 Aug 2026
Licence EU reuse — Commission Decision 2011/833/EU ↗
Source: TED — Tenders Electronic Daily (ted.europa.eu), © European Union, reused under Commission Decision 2011/833/EU.
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